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	<title>Kommentare zu: Moral ohne Gott? Anmerkungen zu Kolakowski</title>
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	<description>Nachdenken über Politik, Gesellschaft und Kirche.</description>
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		<title>Von: voisard</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/09/04/moral-ohne-gott-anmerkungen-zu-kolakowski/#comment-164</link>
		<dc:creator>voisard</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 20:16:47 +0000</pubDate>
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		<description>Diese These ist der Querschnitt unserer Bischöfe zum Artikel 7 in Reinform. Abgesehen davon, dass ich dereinst ausschließlich davon leben werde, dass es diesen Artikel in dieser Form gibt, kann ich die Qualifizierung des Ethikunterrichts als immerhin ‚irgendwo’ sinnvollen Beitrag zur Identitäts- und Wertebildung junger Menschen, aber doch als Fach zweiter Wahl so sicher nicht unterschreiben. Stichwort personales Geschehen usw. im Abgleich mit der erlebten (und gehaltenen) Praxis verbiete ich mir da selbst jede Form der Überheblichkeit gegenüber diesen Kollegen und den Schülern, die deren Unterricht beiwohnen dürfen.

In der Summe gibt es da ja noch immer die gute alte Annahme, nach der „der Mensch nicht nur mit Vernunft begabt ist, sondern auch vernunftgemäße ethische Strukturen zu erkennen in der Lage ist“. Und das spricht – in Verlängerung deiner Argumentation – auch fundamental gegen die übersteile Eingangsthese. Eine andre Frage wäre die Relevanz von Standpunkte für die Werteerziehung, was deutlich dafür sprechen dürfte, den Ethikunterricht inhaltlich in die Verantwortung von Nichtreligonsgemeinschaften – als Körperschaften oder was auch immer – zu geben und damit vom ‚Werbeverbot’ zu befreien. 

Ich weiß nicht, wie realistisch deine Überlegung einer völligen Trägerpluralität für die Schule in absehbarer Zeit in Deutschland sein würde. Ein Anfang wäre es allerdings, zumindest einen „inhaltlichen Fremdkörper“ (in diesem Punkt stimme ich den Bischöfen gerne zu) für alle Schüler gleichermaßen – wenn auch bekenntnisverschieden – zu realisieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Diese These ist der Querschnitt unserer Bischöfe zum Artikel 7 in Reinform. Abgesehen davon, dass ich dereinst ausschließlich davon leben werde, dass es diesen Artikel in dieser Form gibt, kann ich die Qualifizierung des Ethikunterrichts als immerhin ‚irgendwo’ sinnvollen Beitrag zur Identitäts- und Wertebildung junger Menschen, aber doch als Fach zweiter Wahl so sicher nicht unterschreiben. Stichwort personales Geschehen usw. im Abgleich mit der erlebten (und gehaltenen) Praxis verbiete ich mir da selbst jede Form der Überheblichkeit gegenüber diesen Kollegen und den Schülern, die deren Unterricht beiwohnen dürfen.</p>
<p>In der Summe gibt es da ja noch immer die gute alte Annahme, nach der „der Mensch nicht nur mit Vernunft begabt ist, sondern auch vernunftgemäße ethische Strukturen zu erkennen in der Lage ist“. Und das spricht – in Verlängerung deiner Argumentation – auch fundamental gegen die übersteile Eingangsthese. Eine andre Frage wäre die Relevanz von Standpunkte für die Werteerziehung, was deutlich dafür sprechen dürfte, den Ethikunterricht inhaltlich in die Verantwortung von Nichtreligonsgemeinschaften – als Körperschaften oder was auch immer – zu geben und damit vom ‚Werbeverbot’ zu befreien. </p>
<p>Ich weiß nicht, wie realistisch deine Überlegung einer völligen Trägerpluralität für die Schule in absehbarer Zeit in Deutschland sein würde. Ein Anfang wäre es allerdings, zumindest einen „inhaltlichen Fremdkörper“ (in diesem Punkt stimme ich den Bischöfen gerne zu) für alle Schüler gleichermaßen – wenn auch bekenntnisverschieden – zu realisieren.</p>
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		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/09/04/moral-ohne-gott-anmerkungen-zu-kolakowski/#comment-139</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 17:33:17 +0000</pubDate>
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		<description>Ich halte es ja mit Böckenförde: »Der freiheitliche säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen die er selbst nicht garantieren kann.« Deine steile These finde ich also im Grundsatz so verkehrt nicht; lieber wäre mir aber, das Feld etwas zu weiten und die Problematik, die ein primär staatliches Schulwesen mit sich bringt (daß nämlich die Instanz, die der mündige Bürger zu kontrollieren hat, den mündigen Bürgern nicht nur moralisch, sondern auch politisch, historisch, wissenschaftlich usw. erzieht), zu thematisieren.

Das läuft auf eine Pluralisierung der Schulträger hinaus: Ich hoffe ja sehr darauf, daß die Humanisten sich nicht damit begnügen, für staatlichen Werteunterricht und den KdÖR-Status zu kämpfen, sondern auch Schulen gründen. (Und wenn wir schon bei einer Pluralisierung des Schulsystems sind, könnten wir gleich auch noch &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/School_voucher&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;School vouchers&lt;/a&gt; diskutieren.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte es ja mit Böckenförde: »Der freiheitliche säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen die er selbst nicht garantieren kann.« Deine steile These finde ich also im Grundsatz so verkehrt nicht; lieber wäre mir aber, das Feld etwas zu weiten und die Problematik, die ein primär staatliches Schulwesen mit sich bringt (daß nämlich die Instanz, die der mündige Bürger zu kontrollieren hat, den mündigen Bürgern nicht nur moralisch, sondern auch politisch, historisch, wissenschaftlich usw. erzieht), zu thematisieren.</p>
<p>Das läuft auf eine Pluralisierung der Schulträger hinaus: Ich hoffe ja sehr darauf, daß die Humanisten sich nicht damit begnügen, für staatlichen Werteunterricht und den KdÖR-Status zu kämpfen, sondern auch Schulen gründen. (Und wenn wir schon bei einer Pluralisierung des Schulsystems sind, könnten wir gleich auch noch <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/School_voucher">School vouchers</a> diskutieren.)</p>
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		<title>Von: voisard</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/09/04/moral-ohne-gott-anmerkungen-zu-kolakowski/#comment-135</link>
		<dc:creator>voisard</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 16:17:44 +0000</pubDate>
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		<description>Wunschkonzert: Den nächsten Beitrag in diese Richtung bitte zum Thema &quot;Der Religionsunterricht nach Art. 7 (3) GG als einziger Garant öffentlicher Ordnung und Moral im Vergleich zu säkularen Ersatzfächern, die nur schlechte Menschen hervorzubringen im Stand sind&quot;...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wunschkonzert: Den nächsten Beitrag in diese Richtung bitte zum Thema &#8220;Der Religionsunterricht nach Art. 7 (3) GG als einziger Garant öffentlicher Ordnung und Moral im Vergleich zu säkularen Ersatzfächern, die nur schlechte Menschen hervorzubringen im Stand sind&#8221;&#8230;</p>
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