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	<title>Kommentare zu: Kritik am Freiburger Uni-R&#228;tesystem</title>
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	<description>Nachdenken über Politik, Gesellschaft und Kirche.</description>
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		<title>Von: Hermann J. Schmeh</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/11/01/kritik-am-freiburger-uni-raetesystem/#comment-364</link>
		<dc:creator>Hermann J. Schmeh</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 02:18:16 +0000</pubDate>
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		<description>Zu till kann ich nur hinzuf&#252;gen, da&#223; es – egal in welchem Modell – immer Einzelpersonen, meist Vorstand und Referate, sind, die das Legislativgremium inhaltlich vorbereiten. Daran hat sich auch nichts ge&#228;ndert.

Aber die Personalia werden inzwischen offen ausgeschrieben, was eine Nachfolgesuche nicht hindern soll, aber doch auf einen breiteren BewerberInnenpool als nur den ber&#252;chtigten &quot;u-Kl&#252;ngel&quot; zur&#252;ckgreift…

Zur R&#252;ckversicherung, die dem u-Modell nicht widerspricht, siehe unten, Stichwort &quot;imperatives Mandat&quot; und die starke Betonung der Rechenschaftspflicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu till kann ich nur hinzuf&#252;gen, da&#223; es – egal in welchem Modell – immer Einzelpersonen, meist Vorstand und Referate, sind, die das Legislativgremium inhaltlich vorbereiten. Daran hat sich auch nichts ge&#228;ndert.</p>
<p>Aber die Personalia werden inzwischen offen ausgeschrieben, was eine Nachfolgesuche nicht hindern soll, aber doch auf einen breiteren BewerberInnenpool als nur den ber&#252;chtigten &#8220;u-Kl&#252;ngel&#8221; zur&#252;ckgreift…</p>
<p>Zur R&#252;ckversicherung, die dem u-Modell nicht widerspricht, siehe unten, Stichwort &#8220;imperatives Mandat&#8221; und die starke Betonung der Rechenschaftspflicht.</p>
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		<title>Von: Hermann J. Schmeh</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/11/01/kritik-am-freiburger-uni-raetesystem/#comment-363</link>
		<dc:creator>Hermann J. Schmeh</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 02:09:17 +0000</pubDate>
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		<description>Eine h&#252;bsche kleine Polemik. Aber nicht mehr, versagt sie doch an entscheidenden Stellen:

1. Es w&#252;rde mich mal interessieren, was genau du unter imperativem Mandat verstehst, denn dieser zentrale Begriff wird von dir nicht definiert. F&#252;r die Unabh&#228;ngige Studierendenschaft ist es in der Satzung definiert: rechenschaftspflichtig, jederzeit abw&#228;hlbar, weisungsgebunden. Es hei&#223;t jedenfalls nicht, da&#223; Gew&#228;hlte nur das tun d&#252;rfen, was ausdr&#252;cklich beschlossen ist. Allerdings habe ich den Eindruck, da&#223; du diesem Irrtum erlegen bist – genauso wie die Verfasser des Kritikpapiers.

2. Dies gilt auch f&#252;r die Fachschaften, die ein imperatives Mandat ihrer Fachbereichsvollversammlungen haben sollten. Nun gut, es kam ja bei mir nie zur Anwendung, wendest du ein – aber das ist ein Versagen der Fachschaft, in der auch du dich engagiert hast. Dies jetzt dem u-asta und der FSK vorzuwerfen, geht schlicht am Thema vorbei. Und wenn du sie schon nicht deinen Blog-Lesern beantwortest, dann solltest du vielleicht dir selbst ganz ehrlich die Frage beantworten: H&#228;ttest du dich nicht in der Fachschaft engagiert, wenn du jedes Jahr oder Semester einer Fachbereichsvollversammlung h&#228;ttest erkl&#228;ren m&#252;ssen, was ihr als Fachschaft getan habt?

3. Nat&#252;rlich gibt es Gewaltenteilung: VV und FSK sind die Legislative, der u-asta, also Vorstand und Referate ausf&#252;hrende Organe. Was fehlt, ist eine Judikative, die manchmal vermi&#223;t wird, deren Aufgaben aber folgerichtig die Legislative &#252;bernimmt.

4. Dein dem Kritikpapier entnommenes Zitat stellst du als herrschende Meinung im u-asta dar. Es ist aber weder dieses noch von einem Gremium der Unabh&#228;ngigen Studierendenschaft beschlossen. (Entsprechendes gilt f&#252;r die Trennung von Privat- und Amtsmeinung.) Der Titel &quot;u-asta-Eigenkritik&quot; ist daher genauso falsch wie die in diesem Ausschnitt ge&#228;u&#223;erten Ansichten. Nat&#252;rlich kann nicht von der Vertretung aller Studierenden auf eine &quot;Imaginationspflicht&quot;: &quot;Wie h&#228;tte mien Kommilitone abgestimmt?&quot; geschlossen werden. Ebenso darf man Offenheit nicht damit verwechseln, da&#223; es im Meinungsbildungsproze&#223; auch Minderheitenmeinungen gibt, die nat&#252;rlich zu Protokoll genommen werden, aber eben in der Repr&#228;sentation nach au&#223;en wegfallen. Man kann eben nicht gleichzeitig den Prorektor zur Vollversammlung einladen und ihn nicht einladen. Ich bedanke mich an dieser Stelle f&#252;r den Satz mit dem gef&#252;hlt unzureichenden Ergebnis, weil er knapp und pr&#228;zise die Motivation der Verfasser des Kritikpapiers zusammenfa&#223;t.

5. Ich sehe nicht, wieso die Fachschaftenebene keinen Meinungsbildungsproze&#223;, kein &quot;Aushandeln von Positionen&quot; leisten k&#246;nnen soll. Nat&#252;rlich gibt es Meinungsmacher – man nennt diese bei Gericht halt eben Berichterstatter und im Bundestag Ausschu&#223;mitglieder oder parteipolitische Sprecher f&#252;r dieses oder jenes Ressort. Der Faktor Mensch kann aus keinem System verbannt werden, da&#223; auf Meinungsbildungs- und Meinungskondensationsprozesse angewiesen ist. In einem StuPa werden vielleicht die Einzelmeinungen &#252;bersichtlicher, weil weniger Leute an einer Entscheidung beteiligt sind. Aber ist es deswegen demokratischer?

6. Ob nun durch ein parteibasiertes Repr&#228;sentativmodell, sprich StuPa, die Partizipationsm&#246;glichkeit erh&#246;ht wird, wage ich stark zu bezweifeln. Ein Beispiel: Ein Studi interessiert sich f&#252;r zwei Themen: Er findet Studiengeb&#252;hren gut, m&#246;chte aber eine Studierendenvertretung, die sich auch politisch &#228;u&#223;ern darf. Wen soll er nun w&#228;hlen? Der RCDS gibt ihm in Studiengeb&#252;hren recht, will aber keine politische Vertretung, und umgekehrt ist es bei allen anderen antretenden Listen. Und schwupps, hat das Repr&#228;sentativmodell ihm die H&#228;lfte seiner Partizipationsm&#246;glichkeit in der Sache abgeschnitten.

7. Was zum n&#228;chsten Problem f&#252;hrt, n&#228;mlich da&#223; die mit Wahl Mandatierten besser kontrolliert werden k&#246;nnten. Gerade studentische Gremienmitglieder k&#246;nnen gerade in Zeiten des Bachelor aber nicht durch Wahl kontrolliert werden – weil sie zur n&#228;chsten Wahl in einem Jahr nicht mehr antreten, also nicht &quot;abgestraft&quot; werden k&#246;nnen. Also mu&#223; man sich doch in die Sitzungen setzen, am besten neben den eigenen Abgeordneten, und ihn kr&#228;ftig hauen, wenn er &quot;falsch&quot; abstimmt, denn eine andere Handhabe hat man im Repr&#228;sentativmodell nicht mehr gegen ihn – im fachschaftenbasierten schon.

8. Allgemeiner gefa&#223;t: Wenn man Demokratie richtig machen will, kommt man nicht umhin, Zeit und Kraft aufzuwenden, sei es mit Leserbriefen, Eingaben an Abgeordnete, Diskussion in den Meinungsbildungsgremien – seien es Parteien oder Fachschaften oder andere, Petitionen und dergleichen mehr. Du redest hier dem Abbau von Partizipationsm&#246;glichkeiten das Wort, weil an deren Nichtgebrauch deutlich wird, da&#223; hier etwas im Argen liegt. Das Problem wird aber nicht dadurch gel&#246;st, da&#223; man die Stellen, an denen es zutage tritt, reduziert (z.B. auf eine Wahl im Jahr mit einer besch&#228;menden Beteiligung), es wird nur weniger deutlich. Aus den Augen, aus dem Sinn?

Ein Schlu&#223;wort: Demokratie ist immer anstrengend. Meist wird sie darum wenigen Interessierten &#252;berlassen. Sie w&#252;rde nur gut funktionieren, wenn viele Leute sich mit hoher intrinsischer Motivation um ihre eigenen Belange und vielleicht noch die ihrer Mitmenschen k&#252;mmern (du magst das Aktivismus nennen). Aber das ist – leider – immer die Minderheit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine h&#252;bsche kleine Polemik. Aber nicht mehr, versagt sie doch an entscheidenden Stellen:</p>
<p>1. Es w&#252;rde mich mal interessieren, was genau du unter imperativem Mandat verstehst, denn dieser zentrale Begriff wird von dir nicht definiert. F&#252;r die Unabh&#228;ngige Studierendenschaft ist es in der Satzung definiert: rechenschaftspflichtig, jederzeit abw&#228;hlbar, weisungsgebunden. Es hei&#223;t jedenfalls nicht, da&#223; Gew&#228;hlte nur das tun d&#252;rfen, was ausdr&#252;cklich beschlossen ist. Allerdings habe ich den Eindruck, da&#223; du diesem Irrtum erlegen bist – genauso wie die Verfasser des Kritikpapiers.</p>
<p>2. Dies gilt auch f&#252;r die Fachschaften, die ein imperatives Mandat ihrer Fachbereichsvollversammlungen haben sollten. Nun gut, es kam ja bei mir nie zur Anwendung, wendest du ein – aber das ist ein Versagen der Fachschaft, in der auch du dich engagiert hast. Dies jetzt dem u-asta und der FSK vorzuwerfen, geht schlicht am Thema vorbei. Und wenn du sie schon nicht deinen Blog-Lesern beantwortest, dann solltest du vielleicht dir selbst ganz ehrlich die Frage beantworten: H&#228;ttest du dich nicht in der Fachschaft engagiert, wenn du jedes Jahr oder Semester einer Fachbereichsvollversammlung h&#228;ttest erkl&#228;ren m&#252;ssen, was ihr als Fachschaft getan habt?</p>
<p>3. Nat&#252;rlich gibt es Gewaltenteilung: VV und FSK sind die Legislative, der u-asta, also Vorstand und Referate ausf&#252;hrende Organe. Was fehlt, ist eine Judikative, die manchmal vermi&#223;t wird, deren Aufgaben aber folgerichtig die Legislative &#252;bernimmt.</p>
<p>4. Dein dem Kritikpapier entnommenes Zitat stellst du als herrschende Meinung im u-asta dar. Es ist aber weder dieses noch von einem Gremium der Unabh&#228;ngigen Studierendenschaft beschlossen. (Entsprechendes gilt f&#252;r die Trennung von Privat- und Amtsmeinung.) Der Titel &#8220;u-asta-Eigenkritik&#8221; ist daher genauso falsch wie die in diesem Ausschnitt ge&#228;u&#223;erten Ansichten. Nat&#252;rlich kann nicht von der Vertretung aller Studierenden auf eine &#8220;Imaginationspflicht&#8221;: &#8220;Wie h&#228;tte mien Kommilitone abgestimmt?&#8221; geschlossen werden. Ebenso darf man Offenheit nicht damit verwechseln, da&#223; es im Meinungsbildungsproze&#223; auch Minderheitenmeinungen gibt, die nat&#252;rlich zu Protokoll genommen werden, aber eben in der Repr&#228;sentation nach au&#223;en wegfallen. Man kann eben nicht gleichzeitig den Prorektor zur Vollversammlung einladen und ihn nicht einladen. Ich bedanke mich an dieser Stelle f&#252;r den Satz mit dem gef&#252;hlt unzureichenden Ergebnis, weil er knapp und pr&#228;zise die Motivation der Verfasser des Kritikpapiers zusammenfa&#223;t.</p>
<p>5. Ich sehe nicht, wieso die Fachschaftenebene keinen Meinungsbildungsproze&#223;, kein &#8220;Aushandeln von Positionen&#8221; leisten k&#246;nnen soll. Nat&#252;rlich gibt es Meinungsmacher – man nennt diese bei Gericht halt eben Berichterstatter und im Bundestag Ausschu&#223;mitglieder oder parteipolitische Sprecher f&#252;r dieses oder jenes Ressort. Der Faktor Mensch kann aus keinem System verbannt werden, da&#223; auf Meinungsbildungs- und Meinungskondensationsprozesse angewiesen ist. In einem StuPa werden vielleicht die Einzelmeinungen &#252;bersichtlicher, weil weniger Leute an einer Entscheidung beteiligt sind. Aber ist es deswegen demokratischer?</p>
<p>6. Ob nun durch ein parteibasiertes Repr&#228;sentativmodell, sprich StuPa, die Partizipationsm&#246;glichkeit erh&#246;ht wird, wage ich stark zu bezweifeln. Ein Beispiel: Ein Studi interessiert sich f&#252;r zwei Themen: Er findet Studiengeb&#252;hren gut, m&#246;chte aber eine Studierendenvertretung, die sich auch politisch &#228;u&#223;ern darf. Wen soll er nun w&#228;hlen? Der RCDS gibt ihm in Studiengeb&#252;hren recht, will aber keine politische Vertretung, und umgekehrt ist es bei allen anderen antretenden Listen. Und schwupps, hat das Repr&#228;sentativmodell ihm die H&#228;lfte seiner Partizipationsm&#246;glichkeit in der Sache abgeschnitten.</p>
<p>7. Was zum n&#228;chsten Problem f&#252;hrt, n&#228;mlich da&#223; die mit Wahl Mandatierten besser kontrolliert werden k&#246;nnten. Gerade studentische Gremienmitglieder k&#246;nnen gerade in Zeiten des Bachelor aber nicht durch Wahl kontrolliert werden – weil sie zur n&#228;chsten Wahl in einem Jahr nicht mehr antreten, also nicht &#8220;abgestraft&#8221; werden k&#246;nnen. Also mu&#223; man sich doch in die Sitzungen setzen, am besten neben den eigenen Abgeordneten, und ihn kr&#228;ftig hauen, wenn er &#8220;falsch&#8221; abstimmt, denn eine andere Handhabe hat man im Repr&#228;sentativmodell nicht mehr gegen ihn – im fachschaftenbasierten schon.</p>
<p>8. Allgemeiner gefa&#223;t: Wenn man Demokratie richtig machen will, kommt man nicht umhin, Zeit und Kraft aufzuwenden, sei es mit Leserbriefen, Eingaben an Abgeordnete, Diskussion in den Meinungsbildungsgremien – seien es Parteien oder Fachschaften oder andere, Petitionen und dergleichen mehr. Du redest hier dem Abbau von Partizipationsm&#246;glichkeiten das Wort, weil an deren Nichtgebrauch deutlich wird, da&#223; hier etwas im Argen liegt. Das Problem wird aber nicht dadurch gel&#246;st, da&#223; man die Stellen, an denen es zutage tritt, reduziert (z.B. auf eine Wahl im Jahr mit einer besch&#228;menden Beteiligung), es wird nur weniger deutlich. Aus den Augen, aus dem Sinn?</p>
<p>Ein Schlu&#223;wort: Demokratie ist immer anstrengend. Meist wird sie darum wenigen Interessierten &#252;berlassen. Sie w&#252;rde nur gut funktionieren, wenn viele Leute sich mit hoher intrinsischer Motivation um ihre eigenen Belange und vielleicht noch die ihrer Mitmenschen k&#252;mmern (du magst das Aktivismus nennen). Aber das ist – leider – immer die Minderheit.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/11/01/kritik-am-freiburger-uni-raetesystem/#comment-362</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 14:41:16 +0000</pubDate>
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		<description>Das »egoistisch sein Privatinteresse verfolgen« liest Du in den Text hinein. Meine Kritik bezieht sich auf die Forderung im Kritikpapier, so abzustimmen, wie mutma&#223;lich die jeweils virtuell vertretenen Studenten es tun w&#252;rden: »Damit bem&#252;hen sich die Fachschaften so abzustimmen, wie sie die Meinung der Mehrheit der Studierenden in ihrem Fachbereich einsch&#228;tzen.« Das ist weder m&#246;glich noch zweckm&#228;&#223;ig, und erst recht etwas ganz anderes als eine Orientierung an dem, was man f&#252;r das Beste f&#252;r das Gemeinwesen h&#228;lt.

Zum ersten Absatz: Die Teilhabechancen, wie sie im u-System gegeben sind, m&#252;ssen nicht unbedingt das wichtigste Kriterium sein, an dem man es mi&#223;t. (Und ob ein System sich tats&#228;chlich seiner Partizipationsm&#246;glichkeiten r&#252;hmen kann, an dem prozentual wie absolut so wenige der Vertretenen sich beteiligen, ist die n&#228;chste Frage. Die steile These: Das u-System ist so partizipationsorientiert wie das deutsche Schulsystem durchl&#228;ssig.) F&#252;r mich ist die fehlende institutionalisierte Opposition wichtiger. Ein repr&#228;sentatives System gibt zudem denjenigen eine Stimme, die sich nicht selbst engagieren wollen, sehr wohl aber eine Meinung zu hochschulpolitischen Themen haben. Hebt man einseitig auf »Teilhabechancen« à la u-asta ab, haben die eben Pech gehabt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das »egoistisch sein Privatinteresse verfolgen« liest Du in den Text hinein. Meine Kritik bezieht sich auf die Forderung im Kritikpapier, so abzustimmen, wie mutma&#223;lich die jeweils virtuell vertretenen Studenten es tun w&#252;rden: »Damit bem&#252;hen sich die Fachschaften so abzustimmen, wie sie die Meinung der Mehrheit der Studierenden in ihrem Fachbereich einsch&#228;tzen.« Das ist weder m&#246;glich noch zweckm&#228;&#223;ig, und erst recht etwas ganz anderes als eine Orientierung an dem, was man f&#252;r das Beste f&#252;r das Gemeinwesen h&#228;lt.</p>
<p>Zum ersten Absatz: Die Teilhabechancen, wie sie im u-System gegeben sind, m&#252;ssen nicht unbedingt das wichtigste Kriterium sein, an dem man es mi&#223;t. (Und ob ein System sich tats&#228;chlich seiner Partizipationsm&#246;glichkeiten r&#252;hmen kann, an dem prozentual wie absolut so wenige der Vertretenen sich beteiligen, ist die n&#228;chste Frage. Die steile These: Das u-System ist so partizipationsorientiert wie das deutsche Schulsystem durchl&#228;ssig.) F&#252;r mich ist die fehlende institutionalisierte Opposition wichtiger. Ein repr&#228;sentatives System gibt zudem denjenigen eine Stimme, die sich nicht selbst engagieren wollen, sehr wohl aber eine Meinung zu hochschulpolitischen Themen haben. Hebt man einseitig auf »Teilhabechancen« à la u-asta ab, haben die eben Pech gehabt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: filtor</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/11/01/kritik-am-freiburger-uni-raetesystem/#comment-361</link>
		<dc:creator>filtor</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 14:04:56 +0000</pubDate>
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		<description>ich finde es best&#252;rzend, dass nach all den jahren noch immer nicht alle verstanden haben, was till zu recht so formuliert:  dass das u-modell bei allen schw&#228;chen &quot;gr&#246;&#223;ere individuelle Teilhabechancen er&#246;ffnet als ein repr&#228;sentativdemokratisches System&quot;.

da du ja &#252;ber den konkreten freiburger fall hinaus und auf die allgemein demokratietheoretische ebene m&#246;chtest: ich finde umgekehrt dein negatives (liberales?) menschen- und gesellschaftsbild furchtbar, demzufolge demokratie funktioniert wie ein markt, wo also jedes individuum egoistisch sein privatinteresse verfolgt und sich das gemeinwohl dann - unsichtbare hand - irgendwie automatisch als summe der einzelwillen bildet.  m.E. ist es noch lange keine totalisierende haltung zu fordern, dass die b&#252;rgerinnen sich in einer demokratie bei ihren entscheidungen nicht im privaten vorteil sondern an dem orientieren, was sie f&#252;r das beste f&#252;r das gemeinwesen halten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich finde es best&#252;rzend, dass nach all den jahren noch immer nicht alle verstanden haben, was till zu recht so formuliert:  dass das u-modell bei allen schw&#228;chen &#8220;gr&#246;&#223;ere individuelle Teilhabechancen er&#246;ffnet als ein repr&#228;sentativdemokratisches System&#8221;.</p>
<p>da du ja &#252;ber den konkreten freiburger fall hinaus und auf die allgemein demokratietheoretische ebene m&#246;chtest: ich finde umgekehrt dein negatives (liberales?) menschen- und gesellschaftsbild furchtbar, demzufolge demokratie funktioniert wie ein markt, wo also jedes individuum egoistisch sein privatinteresse verfolgt und sich das gemeinwohl dann &#8211; unsichtbare hand &#8211; irgendwie automatisch als summe der einzelwillen bildet.  m.E. ist es noch lange keine totalisierende haltung zu fordern, dass die b&#252;rgerinnen sich in einer demokratie bei ihren entscheidungen nicht im privaten vorteil sondern an dem orientieren, was sie f&#252;r das beste f&#252;r das gemeinwesen halten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Till</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/11/01/kritik-am-freiburger-uni-raetesystem/#comment-360</link>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 09:42:39 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bleibe trotzdem mal beim Nebul&#246;sen: was in der Analyse hier fehlt, ist - und da blicke ich auf meine Erfahrungen vor etwa zehn Jahren zur&#252;ck - ganz klar die Bedeutung, die konf und Vorstand einnehmen. Vielleicht hat sich in diesen gut zehn Jahren da ja etwas verschoben; aber de facto war die FSK in vielen Fragen eher ein Organ der R&#252;ckversicherung und der Multiplikation f&#252;r Entscheidungen, die letztlich von den ReferentInnen und dem Vorstand getroffen - bzw. vorbereitet und empfohlen - wurden. Legitimatorisch trat die FSK damit vor allem bei der Wahl dieser Personen ins Spiel - wobei auch hier die Referate, die vorj&#228;hrigen Vorst&#228;nde etc. informell bei der Suche nach geeigneten Personen einiges mitgeredet haben.

Dazu kommt und kam, daran w&#252;rde ich festhalten, die grunds&#228;tzliche Legitimation f&#252;r Personal und System durch die Tatsache, dass die das u-System tragenden Listen bei allen Wahlen seit 1980 (anfangs noch mit u-Stupa) oder so die absolute Mehrheit errungen haben. Weder Jusos noch RCDS haben bisher mit demokratietheoretischen Argumenten W&#228;hlerInnen in ausreichender Zahl mobilisieren k&#246;nnen, um das u-System zu &#228;ndern.

Wie imperativ welche Fachschaft ihr Mandat gehandhabt hat, und wie repr&#228;sentativ der jeweilige &quot;u-Kl&#252;ngel&quot; ist und war, ist dann noch einmal eine andere Frage.

Wenn wir&#039;s schlie&#223;lich auf die Teilhabechancen jeder einzelnen Person runterbrechen, dann habe ich weiterhin den Eindruck, dass das u-System zwar auf in der Praxis demokratietheoretisch wackligen F&#252;&#223;en steht,  aber - trotz all der genannten Schw&#228;chen - gr&#246;&#223;ere individuelle Teilhabechancen er&#246;ffnet als ein repr&#228;sentativdemokratisches System (weder die Wahlbeteiligung noch die Beteiligung &quot;fernstehender&quot; Studis an Sitzungen, Entscheidungen etc. sieht bei den gro&#223;en Stupa-Asten gro&#223;artige anders aus).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bleibe trotzdem mal beim Nebul&#246;sen: was in der Analyse hier fehlt, ist &#8211; und da blicke ich auf meine Erfahrungen vor etwa zehn Jahren zur&#252;ck &#8211; ganz klar die Bedeutung, die konf und Vorstand einnehmen. Vielleicht hat sich in diesen gut zehn Jahren da ja etwas verschoben; aber de facto war die FSK in vielen Fragen eher ein Organ der R&#252;ckversicherung und der Multiplikation f&#252;r Entscheidungen, die letztlich von den ReferentInnen und dem Vorstand getroffen &#8211; bzw. vorbereitet und empfohlen &#8211; wurden. Legitimatorisch trat die FSK damit vor allem bei der Wahl dieser Personen ins Spiel &#8211; wobei auch hier die Referate, die vorj&#228;hrigen Vorst&#228;nde etc. informell bei der Suche nach geeigneten Personen einiges mitgeredet haben.</p>
<p>Dazu kommt und kam, daran w&#252;rde ich festhalten, die grunds&#228;tzliche Legitimation f&#252;r Personal und System durch die Tatsache, dass die das u-System tragenden Listen bei allen Wahlen seit 1980 (anfangs noch mit u-Stupa) oder so die absolute Mehrheit errungen haben. Weder Jusos noch RCDS haben bisher mit demokratietheoretischen Argumenten W&#228;hlerInnen in ausreichender Zahl mobilisieren k&#246;nnen, um das u-System zu &#228;ndern.</p>
<p>Wie imperativ welche Fachschaft ihr Mandat gehandhabt hat, und wie repr&#228;sentativ der jeweilige &#8220;u-Kl&#252;ngel&#8221; ist und war, ist dann noch einmal eine andere Frage.</p>
<p>Wenn wir&#8217;s schlie&#223;lich auf die Teilhabechancen jeder einzelnen Person runterbrechen, dann habe ich weiterhin den Eindruck, dass das u-System zwar auf in der Praxis demokratietheoretisch wackligen F&#252;&#223;en steht,  aber &#8211; trotz all der genannten Schw&#228;chen &#8211; gr&#246;&#223;ere individuelle Teilhabechancen er&#246;ffnet als ein repr&#228;sentativdemokratisches System (weder die Wahlbeteiligung noch die Beteiligung &#8220;fernstehender&#8221; Studis an Sitzungen, Entscheidungen etc. sieht bei den gro&#223;en Stupa-Asten gro&#223;artige anders aus).</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Tweets die fxneumann · Blog von Felix Neumann erwähnt -- Topsy.com</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/11/01/kritik-am-freiburger-uni-raetesystem/#comment-359</link>
		<dc:creator>Tweets die fxneumann · Blog von Felix Neumann erwähnt -- Topsy.com</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 09:24:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://fxneumann.de/?p=1530#comment-359</guid>
		<description>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Konstantin G&#246;rlich und Cruel Baur, Felix Neumann erw&#228;hnt. Felix Neumann sagte: Gebloggt: Kritik am Freiburger Uni-R&#228;tesystem http://bit.ly/2OvwlK &#220;ber das R&#228;tesystem des #u-asta der #Uni #Freiburg [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Konstantin G&#246;rlich und Cruel Baur, Felix Neumann erw&#228;hnt. Felix Neumann sagte: Gebloggt: Kritik am Freiburger Uni-R&#228;tesystem <a href="http://bit.ly/2OvwlK">http://bit.ly/2OvwlK</a> &#220;ber das R&#228;tesystem des #u-asta der #Uni #Freiburg [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Felix Neumann</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/11/01/kritik-am-freiburger-uni-raetesystem/#comment-358</link>
		<dc:creator>Felix Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 22:18:14 +0000</pubDate>
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		<description>Wird &lt;em&gt;liquid democracy&lt;/em&gt; irgendwo in der Praxis angewandt? In der Hochschulpolitik sehe ich das Problem, da&#223; daf&#252;r eine enorme Menge an Koordination und Information notwendig w&#228;re; da d&#252;rfte es zum Beispiel einfacher sein, ein Online-voting-tool halbwegs sicher zu implementieren, &#252;ber das dann tats&#228;chlich jede einzelne Sachfrage von allen abgestimmt werden kann.

Und ansonsten ist das hier nicht Wikipedia: Irrelevanz und Nichtneutralit&#228;t sind die tragenden S&#228;ulen dieses Blogs. Mich w&#252;rde gerade von (ehemaligen) u-asta-Aktiven interessieren, wie sie zu solchen Fragen stehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wird <em>liquid democracy</em> irgendwo in der Praxis angewandt? In der Hochschulpolitik sehe ich das Problem, da&#223; daf&#252;r eine enorme Menge an Koordination und Information notwendig w&#228;re; da d&#252;rfte es zum Beispiel einfacher sein, ein Online-voting-tool halbwegs sicher zu implementieren, &#252;ber das dann tats&#228;chlich jede einzelne Sachfrage von allen abgestimmt werden kann.</p>
<p>Und ansonsten ist das hier nicht Wikipedia: Irrelevanz und Nichtneutralit&#228;t sind die tragenden S&#228;ulen dieses Blogs. Mich w&#252;rde gerade von (ehemaligen) u-asta-Aktiven interessieren, wie sie zu solchen Fragen stehen.</p>
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		<title>Von: Till</title>
		<link>http://fxneumann.de/2009/11/01/kritik-am-freiburger-uni-raetesystem/#comment-357</link>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 21:37:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://fxneumann.de/?p=1530#comment-357</guid>
		<description>Der Schritt von der R&#228;tedemokratie zu Konzepten wie der &quot;liquid democracy&quot; der Piraten o.&#228;. d&#252;rfte aber doch gar nicht so weit sein? Also die Frage, ob die hier angesprochenen prinzipiell Probleme anders als durch die Wahl freier Abgeordneter l&#246;sbar ist.

Ansonsten glaube ich, dass ich als ehemaliger u-asta-Vorstand wenig Neutrales zum Thema sagen kann ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schritt von der R&#228;tedemokratie zu Konzepten wie der &#8220;liquid democracy&#8221; der Piraten o.&#228;. d&#252;rfte aber doch gar nicht so weit sein? Also die Frage, ob die hier angesprochenen prinzipiell Probleme anders als durch die Wahl freier Abgeordneter l&#246;sbar ist.</p>
<p>Ansonsten glaube ich, dass ich als ehemaliger u-asta-Vorstand wenig Neutrales zum Thema sagen kann <img src='http://fxneumann.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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