So einfach ist das?

Wenn man sich als liberal outet, nicht nur als links- oder bürgerrechtsliberal, sondern wirtschaftsliberal, dann ist das tatsächlich ein Outing: Wie kann man denn nur, und in Afrika verhungern Kinder, und der kleine Mann – man muß nur Twitter, Facebook, die Presse verfolgen, um den Eindruck zu erhalten, die FDP, oder auch der »Neoliberalismus« (nehmen wir den Begriff mal nicht in seiner ursprünglichen Bedeutung, sondern in der Attac-Grusel-Vokabular-Variante), sei der leibhaftige Gottseibeiuns. (Nicht daß die Klientelpartei FDP das beste Beispiel für Wirtschaftsliberalismus wäre; im Parteienspektrum sind sie aber immer noch die liberalste Variante der Sozialdemokratie, die Deutschland zu bieten hat.)

Der häufigste Vorwurf, den ich höre, wenn ich für eine freie Marktwirtschaft plädiere: Du machst es Dir zu einfach! Einfach alles liberalisieren, und es läuft von allein? Adam Smiths unsichtbare Zauberhand hat nicht viel Kredit. Macht es sich der Liberalismus zu einfach? Oder macht es sich eine politische Sicht zu einfach, die glaubt, man könne so einfach eine Gesellschaft planen? Einfach guten Willen in Politik umsetzen?

Mindestlohn, Sozialstandards, Kündigungsschutz, Subventionen … So einfach ist das: Einfach nur einen Federstrich tun, und schon ist geregelt, was zu regeln ist. Das ist, was man sieht. Frédéric Bastiat, der französische Manchesterliberale und Patron der Wirtschaftsjournalisten, benannte in »Was man sieht und was man nicht sieht« die Nebenwirkungen. Zu seinem Hintergrund gehörten die englischen Corn laws, die die Getreideeinfuhr regulierten und zu großen Hungersnöten in England führten. (Die Manchesterliberalen waren übrigens keine böse Bewegung des Big Business, sondern eine Arbeiterbewegung, die diese Einfuhrbeschränkungen zu Fall bringen wollten.)

So einfach ist das eben nicht: Während in einem freien Markt über das Preissignal das Wissen, das jeder einzelne Marktteilnehmer hat, in ein System eingespeist wird, ein System, das so komplex ist, daß es zentral gar nicht überblickt werden kann (das war Hayeks ökonomisches Argument gegen den Sozialismus: Planwirtschaft kann nur mit einem allwissenden Planer funktionieren), ist die Alternative immer, ein Wissen über alle Zusammenhänge vorauszusetzen.

So einfach ist es (wieder mit Hayek) anzunehmen, daß das, was für die Interaktion und das Leben in der Familie gilt (also ein auf Zuneigung und Liebe basierendes Füreinandersorgen), genauso auch in ungleich komplexeren Systemen zu gelten habe. So wie man in der Familie einfach beschließen kann, daß es mehr Taschengeld gibt, daß das Internet nur zur Arbeit benutzt wird, daß nur eine Stunde täglich ferngesehen wird, glaubt man, auch höchstkomplexe Systeme steuern zu können. »Ceteris paribus« wird nicht als theoretische Konstruktion verstanden, sondern einfach gesetzt: Natürlich ist es nur politischer Wille, daß ein Mindestlohn festgesetzt wird. Aber es ist eben nicht nur politischer Wille, daß dann dadurch der allgemeine Wohlstand steigt; woher nimmt der politische Planer die Weisheit her, all die Nebenbedingungen, Kontingenzen und Zufälle, offensichtliche und weniger offensichtliche Einflußfaktoren zu kennen und richtig zu bewerten?

»So einfach ist das nicht« ist ein Argument, das jede Politik trifft, jeden Versuch, in komplexe Systeme einzugreifen und die richtigen Stellschrauben zu finden, das jede Anmaßung von Wissen trifft. Hayek erklärt, daß gerade das Zusammenwirken von vielen verschiedenen Menschen mit ihrem jeweiligen Wissen über das Preissignal dazu beiträgt, daß komplexeste Systeme funktionieren können. Wie erklärt man dagegen Interventionismus?

Und ad Liberalismus als Gottseibeiuns: Liberalismus heißt, mißtrauisch gegenüber jeder Machtkonzentration, jedem Privileg, jeder Behauptung von Besserwissen und Herrschaftsanspruch zu sein. Liberalismus heißt organisierte Furcht vor den Leuten, die glauben, sie wüßten, was gut ist und das gnadenlos durchsetzen wollen. Kann das – z. B. – linke oder konservative »Verbraucherschutzpolitik« von sich behaupten?

– Ob die FDP allerdings mehr ist als ein kleinstes Übel für Liberale, wird sich in den nächsten vier Jahren zeigen.)

Nachtrag, 4. Oktober 2009: Die Friedrich-Naumann-Stiftung hat in ihrer Reihe »PositionLiberal« ein kleines Heft mit dem Titel »Zwanzig Mythen über Märkte« veröffentlicht, das diesen Artikel wunderbar ergänzt, wenn nicht ersetzt. (Via Antibürokratieteam.)

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16 Gedanken zu „So einfach ist das?“

  1. „Du machst es dir zu einfach!“ an sich ist natürlich kein Argument. Aber näher ausgeführt kann das durchaus Sinn ergeben: wie wäre es mit „Der Liberalismus macht es sich zu einfach, wenn er vom homo oeconomicus ausgeht!“?. Mag ja sein, dass reine Marktwirtschaft funktionieren würde, wenn jeder Mensch immer rational handeln würde. Aber genau wie es den allwissenden Planer nicht gibt, gibt es auch die Gesellschaft der gleich rational handelnden und gleich „geschäftstüchtigen“ (ich nenn‘ das jetzt mal so) Menschen nicht. Und dann stellt sich halt raus, dass in der freien Marktwirtschaft die schlauen/gerissenen/geschäftstüchtigen Menschen den Rest „ausbeuten“ (oder anders formuliert: ein Ungleichgewicht zu ihren Gunsten entsteht). Einfach weil sie die Bedingungen des Markts besser für sich zu nutzen wissen. Dadurch lässt sich etwa Verbraucherschutzpolitik durchaus rechtfertigen – weil ein Großkonzern eben die Mechanismen des Markts besser zu nutzen weiß als der Verbraucher (der ohnehin nicht nur über das „Preissignal“ gesteuert wird, sondern auch durch Werbung o.ä. beeinflusst werden kann)

    Und damit ist Liberalisierung per se genau so gut oder schlecht wie Interventionismus. Es geht wie immer darum, die goldene Mitte zu finden, zwischen der freien Entfaltung des Markts einerseits und dem Schutz schwächerer Marktteilnehmer andererseits. Dass gesetzliche Eingriffe in den Markt immer unschöne Nebenwirkungen haben, dürfte klar sein. Aber ob diese Nebenwirkungen übler sind, als das Fehlen von Regulation, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    1. Der politische Liberalismus geht nicht primär vom Homo oeconomicus aus. Das wäre in der Tat zu einfach. (Das Grundprinzip des Liberalismus ist sein Freiheitsbegriff, der ein negativer ist, also die Abwesenheit von Zwang. Da könnte man wohl fundamental anfangen zu kritisieren.) Deshalb beziehe ich mich auch auf Hayek, der kein so verkürztes Menschenbild hat. Er hebt darauf ab, daß ein freier Markt nicht deshalb ein angemessenes System ist, weil alle Menschen rationale Nutzenmaximierer sind, sondern weil das Wissen nicht zentral vorliegt, sondern jeweils bei den einzelnen Menschen. Arnold Kling schreibt dazu im Econlog:

      I think markets nearly always produce sub-optimal outcomes, and I think that if technocrats know better they deserve a shot. However, I think that most of the time technocrats know far less than they think they know, and I think that markets are often better at self-correcting than technocrats are at fixing them. Hence, my Masonomics line is that „Markets fail. Use markets.“

  2. Das läuft dann ja eigentlich auf die Erkenntnis hinaus, dass man den grundsätzlich freien Markt behutsam regulieren muss, um die Ungleichheit, die er zwangsläufig schafft, auszugleichen. Ist das nicht das, was man in etwa unter „sozialer Marktwirtschaft“ versteht? Folgerichtig vertreten die Parteien in der Marktfrage keine grundsätzlich unterschiedlichen Positionen, sondern versuchen nur, den für ihre Klientel optimalen Regulierungsgrad zu erreichen – im Falle der gruseligen Neoliberalen eben „so wenig wie geht“, weil das den eigenen Interessen dient (Wirtschaftspartei statt Marktpartei). Die Grundforderung an die Politik müsste nicht lauten: mehr Markt! sondern: Klügere Regulierung! Wenn das im Anlassfall auch mal „mehr Markt“ bedeutet – gut. Nur ist das Problem, dass ein etwaiges Zuviel an Marktfreiheit gefährliche Ungleichheiten produziert, die ihre Nutznießer in Machtpositionen befördern, die es unmöglich machen, den Fehler durch nachträgliche Regulierungen wieder zu korrigieren. Zumindest scheint mir diese Befürchtung die Wurzel des Grusels vor den „Neoliberalen“ – nicht ganz grundlos, Stichwort Wirtschaftspartei statt Marktpartei.

  3. Dass Märkte unter bestimmten Voraussetzungen zu einer effizienten Allokation führen, ist mittlerweile ja unstrittig. Allerdings ist es wohl tatsächlich „nicht so einfach“. Ich sehe zwei Hauptgründe für staatliche Intervention:

    Erstens sind die Voraussetzungen für Effizienz in den wenigsten Fällen erfüllt: Beispielsweise sind wir ständig mit externen Effekten konfrontiert — von der Umweltverschmutzung bis zum freundlichen Grüßen meines Nachbarn. Das alleine rechtfertigt freilich noch kein staatliches Engagement. Die Frage ist: Kann der Staat diese Bedingungen verbessern? Und überwiegt der gewonnene Nutzen die Kosten? (Marktversagen > Politikversagen?) In einigen Fällen wird man das bejahen (CO2-Zertifikate), in anderen Fällen verneinen (keine Subventionierung von freundlichem Grüßen). Allerdings haben wir keine vollständigen Informationen und man kann sich trefflich darüber streiten, wie (in)effizient der Staat tatsächlich ist. Außerdem gehen die Präferenzen auseinander: Der eine will mehr, der andere weniger öffentliche Güter. Demensprechend kann man zu unterschiedlichen Auffassungen kommen, was das Ausmaß staatlicher Eingriffe angeht. Interessant: http://gregmankiw.blogspot.com/2007/12/how-do-right-and-left-differ.html.

    Zweitens ist Effizienz nicht alles. Eine Situation, in der eine einzige Person alles besitzt, ist per definitionem effizient und könnte theoretisch das Ergebnis freien Handelns sein. Aber ist sie auch gerecht? Märkte funktionieren über freiwillige Tauschaktionen — theoretisch verschlechtert sich dadurch keiner. Dies gilt aber immer nur bezüglich der eigenen Anfangsausstattung, auf die niemand Einfluss hatte (reiche Eltern, intelligent, hohe Körpergröße). Die Rolle des Staates besteht in der Nivellierung der Unterschiede in der Anfangsausstattung. Und auch hier divergieren die Präferenzen über das Ausmaß.

    (Übrigens lässt sich staatliche Umverteilung zu einem gewissem Grad auch gänzlich ohne Appelle an Gerechtigkeit rechtfertigen, nämlich im Sinne einer ex-ante Versicherung gegen zu geringes Einkommen vor dem Schleier der Ungewissheit oder zur Überwindung des Anarchiegleichgewichts — beides wäre effizient.)

    1. Zentral ist, daß diese Frage überhaupt gestellt wird: »[Ü]berwiegt der gewonnene Nutzen die Kosten? (Marktversagen > Politikversagen?)«

      Wir sind momentan immer schnell dabei, davon auszugehen, daß ein staatlicher Eingriff per se gut ist (da gut gemeint), mit der Folge einer steten Ausweitung der Verregelung jedes Lebensbereichs. Gerechtigkeit hat im öffentlichen Diskurs weniger mit Chancengleichheit als mit Ergebnisgleichheit zu tun, und damit ist die Aufgabe des Staates immer mehr, die Endausstattung zu nivellieren – und nicht die Anfangsausstattung.

      Der Markt dagegen ermöglicht Gewaltenteilung: Natürlich wird es falsche Einschätzungen und daraus folgend falsches Handeln geben – das kann aber bei einzelnen nie so gravierend sein, wie wenn eine Zentralgewalt diese Entscheidung für alle trifft. (Zumal diese Zentralgewalt dann auch noch paternalistisch die Kompetenz zur Bewertung der Entscheidungen an sich reißen muß.) Daher ist gerade der Verweis auf unvollständige Information ein Argument für den Markt: Im Markt können die einzelnen Martteilnehmer ihre jeweils zur Verfügung stehenden Informationen nutzen. Eine zentrale Entscheidung über solche Fragen muß sich dagegen Anmaßen, all das Wissen auch zu haben, das die einzelnen haben.

  4. „Dass Märkte unter bestimmten Voraussetzungen zu einer effizienten Allokation führen, ist mittlerweile ja unstrittig.“

    Es gibt genug zu Essen für alle Menschen, aber gar nicht so wenige verhungern. Effiziente Allokation sähe anders aus.

    1. Der Fehler in der Argumentation liegt darin, daß ein ideales System (die Marktwirtschaft) an einem tatsächlich existierenden (der Situation zum Beispiel in Somalia, in Nordkorea, in Darfur) gemessen wird, und man daraus schließt (da die tatsächlich existierende Situation unbefriedigend ist), daß ein anderes ideales System (zum Beispiel eine staatlich kontrollierte Wirtschaft) es viel besser machen würde:

      In […] “Information and Efficiency: Another Viewpoint” […] Harold Demsetz criticizes the standard approach to welfare economics, labelling it the “nirvana approach” to institutional analysis. This involves casting a harsh spotlight on the operation of one institution (the market), but taking a naïve and romantic view of the alternative (government). The only sensible response to an imperfect world is to treat both the market and the government as imperfect and ask which performs better. (Brad Taylor, A Beginners Guide to Arguing with Statists: The Nirvana Fallacy)

      Deinem Einwand liegt die Annahme zugrunde, daß für die Nahrungsverteilung allein (oder zumindest primär) Marktkräfte verantwortlich sind. Das ist aber nicht so. Hunger ist vor allem dort ein Problem, wo ein geordneter Markt gerade nicht möglich ist: Durch Exportsubventionen des Auslands, durch Saatgutpatente, durch Subventionen und Steuern, die künstlich Anreize schaffen, durch korrupte Machteliten, sogar durch »Entwicklungshilfe«.

      Wo hungern Menschen: In marktwirtschaftlich organisierten Volkswirtschaften – oder dort, wo nicht der ordungspolitische Rahmen für eine freie Marktwirtschaft gegeben ist?

  5. „Mit Effizienz ist hier Effizienz im Sinne von Pareto gemeint (
    siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Pareto_efficiency [so funzt der link richtig]). Daher auch meine Kritik bezüglich Gerechtigkeit.“

    Effizienz würde ich naiverweise halt so definieren, dass man vorhandene Bedürfnisse (z.B. Hunger) mit möglichst wenig Aufwand möglichst gut befriedigt.
    Wenn ich das Pareto-Konzept richtig verstanden habe, dann geht es darum, dass niemand besser gestellt wird (to make any person better off), indem jemandem anderem etwas weggenommen wird. Klingt ja gar nicht schlecht. Es klingt sogar nach Gerechtigkeit: Alle werden gleich behandelt.
    Nun gibt es jedoch ökonomische Ungleichheit, die sich übrigens dadurch hergestellt hat, dass anders als nach dem Pareto-Konzept verfahren wurde (Fronarbeit, Vertreibung vom Land). Das vorausgesetzt braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Pareto-Konzept die ökonomische Ungleichheit reproduziert.
    Für mich sollte tatsächlich bereits Hunger der Grund für den Erhalt von Nahrung sein. Da es immer noch genug für alle Menschen zu essen gibt, dürfte das eigentlich auch keine Utopie sein.

    1. Dann gerne her damit – die Argumente für den Markt haben mich bisher überzeugen können, und ich sehe auch kein Drittes zu Hayeks »Markt oder Befehl«:

      In einer komplexen Gesellschaft hat der Mensch keine andere Wahl, als sich entweder an die für ihn blind erscheinenden Kräfte des sozialen Prozesses anzupassen, oder den Anordnungen eines Übergeordneten zu gehorchen. Solange er nur die harte Schule des Marktes kennt, wird er vielleicht denken, daß die Leitung durch einen anderen vernünftigen Kopf besser wäre; aber wenn es zum Versuch kommt, entdeckt er bald, daß ihm der erstere immer noch wenigstens einige Wahl läßt, während ihm der letztere gar keine läßt, und daß es besser ist, die Wahl zwischen verschiedenen unangenehmen Möglichkeiten zu haben, als zu einer von ihnen gezwungen zu werden.
      Individualismus und wirtschaftliche Ordnung, 2. Aufl., Salzburg 1976, S. 38 f.)

      Der freie, unregulierte Markt (als Naturzustand) ist in jedem Fall das Betriebssystem, auf das dann diese Alternativen aufsetzen müßten. (Ordoliberalismus, wie er mir sinnvoll scheint, wäre eine Alternative.) Ich glaube nicht, daß sich Marktmechanismen aushebeln lassen. Aber ich bin ehrlich daran interessiert, welches Drittes zu Markt oder Plan es geben könnte.

        1. Ja: Die Welt ist voll von verschiedenen Wirtschaftsmodellen, die Marktgesetze bleiben aber konstant. (Dazu auch sehr schön Gérard Bökenkamp: Sind die Marktgesetze dem historischen Wandel unterworfen?) Insofern ist dann der Markt tatsächlich nicht besser als andere Wirtschaftsformen; Marktgesetze sind allem vorgelagert. (Und erst im zweiten Schritt kann man dann mit Hayek mitgehen oder nicht, wenn er darlegt, warum diese Gesetze auch zu einem besseren Ergebnis führen.) Ob man jeden Eingriff dann mit Hayek Befehl oder Plan nennen will, kann man diskutieren. Formelle (Recht, Ordnungspolitik) oder informelle (Tradition, Tabus) Regulierungen scheinen mir jedenfalls auf diese Formel zu bringen zu sein.

          1. Die Marktgesetze sind nicht konstant sondern historisch spezifisch. Aber diese Geschichtsfälschung ist tatsächlich zentral für die liberale Ideologie: Der Markt wird naturalisiert um ihn rechtfertigen zu können.

            Auch wenn ich wahrscheinlich ausgelacht werde, einem Hayekianer Marx zu empfehlen, aber tatsächlich ist das letzte Kapitel im ersten Band des Kapitals zur „ursprünglichen Akkumulation“ noch heute in dieser Frage absolut lesenswert: http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_741.htm

            Da ist nix von „logischen Gesetzen“ wie es in Deinem Link heißt, sondern nur von sozialen Beziehungen und die sind nun mal immer kontingent.

            Und gerade Commons Based Peer Production unter „Eingriffe in den Markt“ (oder umgekehrt als „Wirken von Marktgesetzen) zu subsumieren ist wirklich an Absurdität kaum noch zu überbieten.

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