Anderswo geschrieben: Burkinis, Religionsfreiheit und Alltagstechnik

Bei katholisch.dekatholisch.de kommentiere ich Burkinis – und Religionsfreiheit für alle Religionen: Was uns von Saudi-Arabien unterscheidet. Auf Facebook war das sehr betreuungsintensiv.

Im TechniktagebuchTechniktagebuch geht’s um französische Selbstscankassen, Facebook-vermittelte Fürbitten, Ausstellungstechnik im Museum, zentralisierte Hotelunterhaltung und einen DDOS-Angriff, der die Geographie des Netzes sichtbar macht.

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Gelöst: 500 Internal server error nur für /wp-admin

[English translation below]
Ich hatte einen seltsamen Fehler in WordPress-Backend: der Aufruf von fxneumann.de/wp-admin hat nur eine Fehlermeldung 500 – Internal Server Error ausgeworfen, alles andere schien einwandfrei zu funktionieren. Mit viel Rumprobieren habe ich die Lösung gefunden. Da das Problem anscheinend gängig ist, diese Lösung aber wohl noch nicht googlebar ist, stelle ich sie ins Blog.

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Lizenz: Ab jetzt CC by-sa


Creative Commons License
Ich habe mich dafür entschieden, die Inhalte meines Blogs auch für kommerzielle Nutzung freizugeben. Die neue Lizenz, die für alle meine eigenen Inhalte gilt (soweit nicht anders angegeben) und für alle Kommentare, die nach dem 6. September 2009 veröffentlicht wurden, ist Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany. Lizenz: Ab jetzt CC by-sa weiterlesen

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Schafft ein, zwei, viele Usenets

Heute war Twitter down. Twitter selbst spricht von einem DoS-Angriff, zur Stunde ist noch nicht bekannt, wer daran schuld ist. Spekulationen blühen auf, so etwa bei Claudia Sommer:

Beide Dienste [sc. Twitter und Facebook] ermöglichen Gegenöffentlichkeit und Protest. Etwas was manche etablierten Institutionen nicht gerne sehen… Stichwort: Iran
[…]
Dies ist der wahre Kampf der Kulturen und nicht der Westen gegen den Islam.

Mir kommt es (noch) etwas paranoid vor, ein freiheitsfeindliches, staatsgesteuertes Cyber-SEK dahinter zu vermuten. Ich habe eine ganz andere Befürchtung: Natürlich haben wir mit Twitter, Facebook und dem ganzen Social web eine nie dagewesene Möglichkeit, Gegenöffentlichkeit zu erzeugen. Das ganze ist aber ein erschreckend monolithischer Block. In Sachen Iran wurde Twitter wegen seiner API gelobt: Man konnte twitter.com zwar sperren, nicht aber die vielen Mashups und Anwendungen, die darauf zugreifen.

Das offensichtliche Problem: Solange es einen Single point of failure gibt, nützt die schönste API nichts. Das hat sich (unter anderem) heute gezeigt. John Gilmore konnte 1993 noch sagen: The Net interprets censorship as damage and routes around it. (Auf seiner dezidiert Web-1.0-igen Seite erklärt er, daß es dabei ursprünglich um das Usenet ging.) Um ein kaputtes twitter.com kann man nicht herumrouten.

Kulturell mögen wir uns als Netizens (sagt man heute noch so?) als Avantgarde verstehen können: Als Bürgerjournalisten, als Gegenöffentlichkeit, als Prosumer, als Sender und Empfänger, als kommunizierende Röhren. Technisch ist vieles im Web 2.0 gerade nicht avantgardistisch. Wenn dieser »Kampf der Kulturen« gegen Zensoren, Netzausdrucker und alte Herren mit Kugelschreibern gewonnen werden soll, müßte es eine Rolle rückwärts geben: Hin zu verteilten, dezentralen Systemen. Gilmore: That’s the kind of society I want to build. I want a guarantee – with physics and mathematics, not with laws – that we can give ourselves real privacy of personal communications.

Twitter muß mehr Usenet werden. Usenet in sexy.

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Et in Blogosphaira ego

Fun fact you didn’t know: Seit 2002 blogge ich. In den letzten Jahren ist das aber in eher großzügigen Intervallen passiert, geschuldet unter anderem einem sehr manuellen, handgeklöppelten RSS-Script.

Das soll anders werden: ganz auf der Höhe der Zeit habe ich mir ein Ego brand zugelegt. (Was soll man auch sonst machen, wenn alle naheliegenden Domains schon weg sind …) Unter fxneumann (auch bei Twitter) publiziere ich in Zukunft (d. i. ab heute) wieder.

Als Startkapital findet sich hier alles, was sich in meiner Jugend im Blog fand, zudem die meisten Inhalte der alten Homepage, die so alt ist, daß sie nur noch 301 ist. Adieu sites.inka.de, welcome fxneumann.de!

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Das unentdeckte Land, die Zukunft

Herr Wasner hat geschafft, was viele andere nicht geschafft haben: Hier bricht die Zukunft aus.

Und zwar in Gestalt eines RSS-Feeds. Das heißt jetzt natürlich nicht, daß es etwa täglich Neues geben würde oder daß ich gar die bewährte Editionspraxis (eine Weile nichts hochladen, danach einen Stapel auf einmal) wesentlich ändern würde, geschweige denn, daß eine ordentliche Software installiert wäre – alles wird hier von einem provisorisch zusammengeschriebenen Skript gemacht.

Aber immerhin: RSS tut, und jeder Beitrag ist jetzt verlinkbar.

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Als ich einmal ein Mobiltelephon besaß

Lange Zeit hatte ich kein Mobiltelephon, bestärkt von Umberto Eco, der täglichen Praxis und dem Luxus, auch mal nicht erreichbar zu sein. Nachdem eben das aber Lafontaine als Arroganz angekreidet wird (Spiegel, irgendwann) – was, zugegeben, kein Grund für mich ist und nur wg. name dropping hier steht – und ich außerdem technischen Spielkram mag, habe ich mir bei Freund eBay einen Nokia Communicator 9500 gekauft. Ja, richtig: das Klappding mit Funknetz. Ergebnis: 370 Euro weg, Hochtechnik mit Backsteinoptik da. Problem: Das Gerät ist völlig unsexy. Also: Bei eBay eingestellt, 450 Euro Sofortkauf, und tatsächlich: Obgleich man mit einfacher Marktbeobachtung dahinkommt, daß Auktionen spätestens bei 380 Euro enden, wird das Gerät innerhalb eines Tages sofortgekauft. Ich habe eine Marktlücke entdeckt. Und immer noch kein Mobiltelephon.

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Feuer, Messer, Schnur

Wie erklärt man, daß ein Router ISDN und DSL beherrscht, obwohl man bisher nur die ISDN-Funktion nutzte? Diesen schwierigen Support-Fall konnte ich als Absolvent des einzigen wirklich elitebildenden Leuchtturmes der Wissenschaft lösen. Mein Gegenüber hat’s kapiert.

Rollen wir mal langsam eine Analogie auf: Du hast ein Feuerzeug. Mit dem Feuerzeug kannst Du Bierflaschen aufmachen. Nun kaufst Du eine Schachtel Zigaretten. Kannst Du die Zigaretten anzünden?

Einigen wir uns auf »ja«: Du kannst die Zigaretten anzünden, obwohl Du das Gerät (nämlich das Feuerzeug) vorher als Flaschenöffner benutzt hast. Es war nämlich die ganze Zeit schon ein Feuerzeug. Die Sache mit den Kronkorken war nur ein nettes Zusatzfeature.

Und genauso ist es mit Deinem Router: eigentlich ist es ein DSL-Router. Daß man damit auch per ISDN online gehen kann, ist nur ein nettes Zusatzfeature. Die ISDN-Funktion ist nämlich zum Flaschenöffnen da: Gedacht ist euer Gerät so, daß man es meistens als DSL-Router benutzt, und die ISDN-Funktion nur dann benutzt, wenn DSL aus irgendeinem Grund nicht funktioniert. Quasi als doppelter Boden. Oder wenn man das Taschenmesser mit Flaschenöffner vergessen hat.

Übrigens: Ich empfehle Netgear-Router, da man mit dem stabilen Metallgehäuse auch … genau.

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