Standardformat #1: Neuer Podcast aus Freiburg

Standardformat
Thibaud und nalle in meiner Küche

Nachdem die erste Kontaktaufnahme etwas schwierig war, hatte ich am Mittwoch nalle und Thibaud bei mir in der Küche zu Gast für die erste Ausgabe von Standardformat, dem neuen Podcast aus Freiburg. Wir haben eine Weile über viele Dinge geredet, die ich so mache und für die ich stehe – von Netzpolitik über Kirche zu Erdmännchen und Frittieren.

Mir hat’s viel Spaß gemacht, und ich hoffe, daß das Format ein Erfolg wird: Standardformat ist zwar tatsächlich Standardformat (»Zwei Moderatoren und ein Gast, der im Fokus einer Episode steht«), ich habe aber das Gefühl, daß das ein sehr guter Podcast wird: Die beiden Moderatoren haben im Vorfeld einiges recherchiert (ich war selbst überrascht, was ich so alles über mich im Netz stehen habe), ein klares Konzept und eine klare Gesprächsführung (also doch etwas anders als das Standardformat) – man merkt, daß da auch klassische journalistische Ausbildung dahintersteckt. Außerdem sind Thibaud und nalle sehr gute Gäste, sie bringen Nerd-Getränke, Gastgeschenke und fast alle benötigte Technik mit. Inhaltlich soll es bei Standardformat um Freiburg gehen – interessante Leute und Institutionen im Standard-Podcast-Format vorgestellt.

Ich freue mich auf die nächsten Ausgaben Standardformat!

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Die Wahrheit wird euch freimachen

Gestern war ich im Kloster St. Peter im Schwarzwald. Der Diözesanpastoralrat (ein Beratungsorgan des Erzbischofs) tagte, und während es um eine Weiterentwicklung der pastoralen Leitlinien, um die Kirchenaustrittszahlen und den Mißbrauch in der Kirche ging, zog übers Telefon via Twitter der völlig berechtigte Shitstorm gegen das Bistum Regensburg, ausgelöst durch den Artikel Stefan Niggemeiers, der für eine bloße sachliche Darstellung des Vorgehens des Bistums abgemahnt wurde.

Das Bistum Regensburg stellt sich mit seiner Einschüchterungskampagne gegen freie Berichterstattung nicht nur gegen die Grundlage unserer Demokratie (Stefan Niggemeier führt das im verlinkten Artikel aus), es zieht auch die Kirche in den Schmutz: Die Theologie, die aus seinem Handeln folgt, ist eine Theologie der Ängstlichkeit und Enge. Aus ihr kann nur gefolgert werden kann, daß die angebliche Wahrheit, die die Kirche in Christus hat, so wahr nicht sein kann.
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Wo Sittlichkeit in Recht überschwappt

Staatlichkeit hat mit Ordnung zu tun; Recht und Gesetz sollen das Zusammenleben ordnen und Freiheit sichern. Falsch verstanden führt das dazu, daß private Sittlichkeit ins Recht überschwappt und eine Zwangsordnung die Freiheit beschneidet. Besonders gefährdet sind alle Formen von Freiheitsausübung, die »unsittlich«, maßlos, animalisch und körperlich scheinen. Früher regelte man am liebsten im Schlafzimmer. Heute geht es gegen Alkohol.
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Kritik am Freiburger Uni-Rätesystem

Einige Semester habe ich mich in der Hochschulpolitik engagiert; bewußt immer nur als Mitglied der u-Fachschaft Philosophie, nie auf höherer Ebene: Mein Grundsatz ist, keine Ämter mit imperativem Mandat anzunehmen, und darauf baut das Freiburger alternative Hochschulpolitikmodell, das u-Modell, auf. Ein Kritikpapier, das dieser Tage im u-asta diskutiert wird, bestätigt mich darin.
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Netter Versuch, CDU Freiburg

Daniel Sander, Direktkandidat der CDU im WK Freiburg, hat bisher eher eine Mitleidskampagne gefahren: Die anderen Kinder dürfen auch in den Bundestag, bitte bitte wählt mich!

Die Grünen wollen diesmal auch ein Direktmandat, Kerstin Andreae will auch Stimmen aus dem konservativen Lager. Jetzt kommt der Gegenschlag via Amtsblatt: Netter Versuch, CDU Freiburg weiterlesen

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Kommunalpolitik Freiburg 2.0

Alle Welt spricht über Wahlkampf im Netz, aber was kommt danach? Ich habe mich umgesehen, wie man über Freiburger Kommunalpolitik auf dem laufenden bleiben kann und einige Links gesammelt. Da ich keine Zeit habe, aktiv jede Politikerseite nachzulesen, habe ich nur aufgenommen, was mir an Infos bequem per RSS oder Twitter nach Hause geliefert wird.

Alle Feeds habe ich als Google-Reader-Set zusammengefaßt (Download als OPML-Datei). Ergänzungen nehme ich gerne auf.
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Arme Staats-Kirche

Trennung von Kirche und Staat ist gar nicht so einfach, wie es scheint. Eine völlige Trennung will man staatlicher- wie kirchlicherseits nicht, weil man seine jeweiligen normativen Einflußmöglichkeiten behalten will. Natürlich muß sich die Kirche politisch zu Wort melden; das gehört zu ihrem Weltgestaltungsauftrag der Reich-Gottes-Botschaft. Umgekehrt ist es schwieriger: Die Politik hat notwendigerweise Kompetenzkompetenz, selbst da, wo sie anerkennt, daß Politik nur ein Bereich ist, der keinesfalls total sein darf: Was politisch ist, kann nur politisch entschieden werden.
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Brief an Gernot Erler wg. #zensursula

An meinen SPD-Wahlkreisabgeordneten Gernot Erler habe ich einen Brief wg. #zensursula geschrieben:

Sehr geehrter Herr Erler,

mit großer Besorgnis sehe ich, daß die SPD sich von der Union in Sachen Einrichtung einer Internet-Filter-Infrastruktur so vorführen läßt. Als meinen Wahlkreisabgebordneten frage ich Sie:
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Bahnanadrama

Wieder mal: Die Bahn. Suizidversuch hinter Littenweiler, und sicherheitshalber bleibt meine Bahn also im Hauptbahnhof. Die ersten beiden Durchsagen waren noch vorbildlich deeskalierend, die dritte – nach einer halben Stunden – dann doch hörbar genervt:

Bevor wir die Sauerei während der Zugfahrt haben, bleiben wir lieber hier stehen.

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